House of SUA Friedensarbeit

VEREIN FÜR BILDUNG UND INTEGRATION

Grundschule Otter: Kinder erleben Live-Online-Konferenz mit Religionsvertreter/innen

In der Grundschule Otter haben wir im Juni 2021 unser erstes Online-Präsenz-Mischprojekt umgesetzt: Aufgrund der aktuellen Hygienevorschriften war Einiges anders als sonst. Bisheriger Höhepunkt unserer Projekte war eine Zusammenkunft mit authentischen Religionsvertreter/innen im Klassenzimmer. Dieser Besuch musste ausfallen, daher wurden wir kreativ: Die fünf Religionsvertreter saßen unter Beachtung der Hygienevorschriften im Garten des House of SUA in Tötensen und wurden live zugeschaltet.

Die Kinder der 3. und 4. Klasse befanden sich gemeinsam mit der pädagogischen Projektleiterin im Klassenzimmer vor einem großen Active Panel, das die Grundschule Otter bereits seit 2019 verwendet. Das Medienzentrum Hittfeld hatte den Verein vorab zur digitalen Infrastruktur beraten und mit technischem Equipment ausgestattet, so dass die Kinder mit Hilfe von Videokameras und Mikrofonen ihre Fragen stellen konnten.

 

v.l.n.r.: Chai Amar, Laiq Munir, Julia Dehmel, Lama Dawa, Jennifer Bazo

Mit der evangelischen Pastorin Jennifer Bazo, dem muslimischen Imam Laiq Munir, dem buddhistischen Lama Dawa, der Hinduistin Julia Dehmel und dem jüdischen Vertreter Chai Amar sprachen die Kinder über Gebete, Gottheiten, liturgische Gegenstände und darüber, dass man seinen Nachbarn lieben solle wie sich selbst. Denn dieses Gebot ist in vielen Religionen zentral und der Ursprung eines friedlichen Miteinanders.

Zum Abschluss der Gesprächsrunde überreichten die Kinder den Religionsvertreter/innen als Dankeschön weiße Rosen – natürlich „durch den Bildschirm hindurch“: In Otter wurden die Rosen in die Kamera gehalten und in Tötensen nahmen die Religionsvertreter/innen die Blumen aus einer Vase entgegen.

Die Übergabe war nicht die einzige Herausforderung für den Verein. Normalerweise sind in den Schulen neben den Pädagogen/innen drei Helfer/innen vor Ort, die mit den Kindern basteln, Forscherkisten erkunden oder Geschichten vorlesen. Diesmal nahmen die Helfer/innen an einzelnen Video-Calls teil und hatten eine Überraschung für die Kinder parat: Sie waren aus Köln, Mainz, Bremen, Hamburg und Klecken zugeschaltet und machten das Projekt zu einem bundesweiten Ereignis.

Und statt einer großen Ausstellung für die ganze Schule bastelten die Kinder ein kleines ausklappbares Lapbook, das sie mit nach Hause nehmen konnten. So wurden alle Hygienevorschriften eingehalten.